Interview mit MAGURA Produktmanager Fabian

Was macht die neue VYRON MDS-V3 aus und wie unterscheidet sie sich vom Vorgänger? Ein Interview mit Produktmanager Fabian über die Details der bereits mehrfach ausgezeichneten Neuheit für 2023. 

Nach sechs Jahren Entwicklungszeit präsentiert MAGURA die dritte Evolutionsstufe der VYRON Vario Sattelstütze. Die Entwicklungsziele: Schnelligkeit, Intuitive Bedienlogik und Widerstandsfähigkeit. Für beste Performance auf dem Trail getreu dem Motto Fahren statt Fummeln! Doch was macht die neue VYRON im Detail aus? Wir haben Produktmanager Fabian um ein Interview gebeten.

Was steckt hinter der Bezeichnung VYRON MDS-V3? 

MDS steht für MAGURA Dropper Seatpost und V3 für die dritte Version. 2016 wurde das Produkt als erste elektrische Vario-Sattelstütze mit Funkfernbedienung auf den Markt gebracht und seither mehrfach ausgezeichnet. 

Was unterscheidet die VYRON von ihrem Vorgänger? 

Alles. Gestartet auf einem weißen Blatt Papier bietet die neue VYRON ein komplett neues Innenleben, eine neue Elektronik und eine besonders ergonomische Remote. Besonders spürbar ist der Wechsel von der ANT+ Funktechnologie auf blitzschnelles Bluetooth für eine besonders intuitive Bedienlogik. 

Die Bedienlogik der letzten VYRON war teils ein Kritikpunkt. Was hat sich getan? 

Bei der alten Vyron öffnete die hydraulische Verstellung auf Knopfdruck und schloss nach einer gewissen Zeitspanne automatisch. Jetzt bleibt die Verstellung solange offen, bis man den Knopf wieder loslässt, was wesentlich intuitiver ist und schneller klappt. 

Warum habt ihr euch für eine Batterie an Stelle eines aufladbaren Akkus entschieden? 

Unsere Praxiserfahrungen mit der ersten VYRON haben gezeigt, dass ein Ladeport zu viele Schwachpunkte besitzt. Wasser und Schmutz sind Feinde jeder Elektronik. Um den Stützenkopf der neuen VYRON bestmöglich vor Dreck und Wasser zu dichten, verzichtet sie auf eine Ladebuchse und setzt stattdessen auf eine Batterie und einen verschraubten Batteriedeckel mit bestmöglicher Dichtung. Außerdem ist die VYRON so energiesparend ausgelegt, dass sie mit einer CR2 Batterie ein ganzes Jahr lang hält!

Ein ganzes Jahr Akkulaufzeit? Wie kommt ihr auf diesen Wert? 

Mit den früheren Generationen der VYRON konnten wir bereits die Anzahl an Absenkungen pro Jahr auslesen. Durchschnittlich verstellen anspruchsvolle Mountainbiker ihre Stütze nicht mehr als 3000 Mal pro Jahr. Die neue VYRON MDS-V3 schafft sogar bis zu 9000. (abhängig von Temperatur und Umwelteinflüssen) 

Wie siehst mit der Wartungsanfälligkeit aus? Muss ich die VYRON entlüften? 

Wir haben bewusst auf ein Entlüftungssystem verzichtet, weil die VYRON abgedichtet ist, dass kein Luft hereinkommt und sie somit auch nicht entlüftet werden muss. Wir empfehlen, wie bei Federungskomponenten üblich, aber generell ein einjähriges Wartungsintervall einzuhalten, bei dem Dichtungen und Hauptabstreifer sowie gegebenenfalls das Mineralöl (Royal Blood) getauscht werden. 

Wo setzt du die VYRON am Liebsten ein? 

Aktuell habe ich sie in einem Propain Tyee Enduro montiert. Das Bike ist eine absolute Maschine bergab aber es ist auch recht antrittsstark für das wellige Terrain bei unserem Firmensitz an der Schwäbischen Alb. Besonders auf wechselnden Trails zahlt sich die neue VYRON mit schneller Bedienung aus!

Für wen ist die VYRON die richtige Wahl? 

Für alle. Von Cross-Country bis Enduro. Erhältlich ist sie in 100, 125, 150 und 175 mm Hub sowie in den Durchmessern 30,9 und 31,6 mm. So ist die Sattelstütze auch für verschiedene Rahmengrößen die richtige Wahl. Diese Saison werden verschiedenste Athleten aus unserem Kader auf die VYRON setzen. Dazu gehören CC-Weltcuppiloten, E-MTB- und Enduro-Profis.